blikk

integration in südtirol

forum galerie sitemap
punkt infothek
blikk reform

Feststellung der Behinderung

an den anfang zurueck weiter ans ende eine ebene nach oben
     
 

... bzw. einer gravierenden Störung

Um in den Genuss spezifischer Fördermaßnahmen laut L.G. Nr.20/83 zu kommen, ist in Italien immer noch die Feststellung der Behinderung bzw. gravierenden Störung verbunden mit einer detaillierten Beschreibung des individuellen Entwicklungsstandes des Kindes/Schülers/der Schülerin notwendig.

Die Feststellung der Behinderung bzw. der gravierenden Störung erfolgt durch die Dienste des Sanitätsbetriebes:

  • Dienst für Physische Rehabilitation,
  • Psychologischer Dienst und
  • Kinderneuropsychiatrischer Dienst.
     
 

Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 935 vom 22. März 2004 wurde die Erstellung von Funktionsdiagnosen neu geregelt. Aufgrund des Schweregrades der Beeinträchtigung sind zwei Gruppen von Diagnosen vorgesehen:

  • Diagnosen mit weitreichenden Auswirkungen und
  • solche mit eingegrenzten Auswirkungen.

Für erstere wird eine Funktionsdiagnose erstellt, für die zweiten eine Funktionsbeschreibung.

Entsprechend unterschiedlich ist auch die Zuweisung von zusätzlichem Perspnal geregelt, sowie das Recht auf spezifische Maßnahmen, insebsondere in Bezug auf die Bewertung.

Die Feststellung der Behinderung bzw. gravierenden Störung verbunden mit der individuellen Beschreibung des Kindes/Schülers, der Schülerin wird „Funktionsdiagnose“ genannt; eine Diagnose also, die nicht eine rein medizinisch/klinische Ausrichtung hat, sondern vielmehr die Grundlage bilden soll für eine angemessene erzieherische und didaktische Tätigkeit, die Grundlage also für den Individuellen Erziehungsplan. Diagnostik im Sinne einer für das Lernen in Kindergarten und Schule funktionalen Beschreibung der Stärken und Schwächen des jeweiligen Kindes/Schülers, der Schülerin.
 

 

Die Feststellung der Behinderung erfolgt auf der Grundlage des internationale Klassifikationssystems ICD-10, das die einzelnen Behinderungen und Störungen definiert und klare Kriterien für deren Abgrenzung angibt. Nicht immer sind diese Abgrenzungen in der konkreten Arbeit so genau möglich; zudem nehmen Lehrpersonen Schüler und Schülerinnen im Unterricht und in der Gruppe häufig anders wahr, als dies in der Testsituation der Fall ist. Diese unterschiedliche Wahrnehmung führt oft zu Missverständnissen.

Die funtkionale Beschreibung des Kindes/Schülers/der Schülerin erfolgt hingegen aif der Grundlage des von der WHO (Weltgesundheits-organisation) im Jahre 2000 erstellten neuen Klassifikationssystems ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit). Die ICF ist kein Instrument zur Diagnoseerstellung, sondern möchte in einheitlicher und standardisierter Form eine Sprache und einen Rahmen zur Beschreibung von Gesundheits- und mit Gesundheit zusammenhängenden Zuständen zur Verfügung stellen.

Als solche ist sie eine Hilfe zur Kompetenzbeschreibung von Personen jeglichen Alters und auf den verschiedensten Stufen. Es steht demnach ein Menschenbild dahinter, das von den Möglichkeiten und Fähigkeiten des Menschen ausgeht mit dem Ziel, die größtmögliche Teilhabe des Menschen am reellen Leben zu ermöglichen. Dabei gewinnen aber auch die Umweltfaktoren eine besondere Bedeutung (z.B. Einstellungen der Umwelt zur Behinderung, architektonische Barrieren, Hilfsmittel, personelle Unterstützung..).

         
an den seitenanfang