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Ein 18-jähriger Schornsteinfeger im Elbsandsteingebirge

         
         

Wie Schornsteinfeger klettern

 

Sebastian Abratzky beschrieb sein Kletterabenteuer:

     
"Ob Sie schon einmal einen Schornsteinfeger haben steigen sehen? Wir gebrauchen dabei besonders das Knie, stemmen es gegen die Vorderwand, mit dem Rücken lehnen wir uns fest an die Hinterwand und schieben uns so die Esse hinauf. Die Hände gebrauchen wir dabei weniger, die haben mit Besen zu tun. Auf diese Weise stieg ich im Risse in die Höhe"
Sebastian Abratzky , 1848
 

"Wenn ich ausgleite? - Rettungslos bin ich verloren! Ich schaue empor, ob ich bald am Ziele bin. Der Riss windet und krümmt sich, ich kann das Ende nicht erblicken. ....
Kalter Schweiß rinnt mir über die Stirn. Ich kann nicht weiter. Ich bin verloren, und aus der Tiefe schaut der Tod zu mir herauf. Jeder Nerv spannt sich. ....
Ich hatte mich wieder gefasst. Langsam griff ich hinüber; gleich eisernen Klammern gruben sich meine Finger in die Felsenkante. Jetzt fühlte ich, dass die Hände fest ruhten, und zog nun den Körper allmählich nach. So hing ich an der steilen, gegen 400 Fuß hohen Felsenwand da, mich nur auf die Kraft meiner Finger verlassend. Wider Willen zwang es mich, in die Tiefe zu schauen; ich konnte sie nicht mit den Augen ausmessen. In diesem Augenblick der höchsten Gefahr war ich am besonnensten, ich wusste, dass ich das Letzte wage. Eine Hand der anderen nachgreifend und so mit gebogenen Armen weiterklimmend, gelang es mir, mein Ziel zu erreichen".

Sebastian Abratzky über seine Besteigung der Königstein Festung. Aus: R. Messner, "Vertical", S. 21/22

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