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Werden die Reichen immer reicher?
Gestaltung einer Befragung zur Kluft zwischen Arm und Reich und deren Folgen

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Hand in Hand gegen Armut?
 
Oder:
 

Mögliche Anforderungen für die 8. bis 12. Klasse

         


 

Notwendige Klärungen vor der Gestaltung eines Fragebogens
  Stellt euch vor der Gestaltung eures Fragebogens mindestens die folgenden Fragen:
  • Welche Vermutungen (Hypothesen) zur Befragung habt ihr?
  • Welchem Zweck soll die Befragung dienen?
  • Wer soll befragt werden?
  • Sollen die Meinungen von unterschiedlichen Gruppen unserer Gesellschaft miteinander verglichen werden?
 
Mögliche Hypothesen einer Befragung
 

Die politischen Einstellungen und moralischen Werthaltungen zum Reich-Sein und Reich-Werden sind in unterschiedlichen Gruppen unserer Gesellschaft unterschiedlich:

  • Christen unterscheiden sich wahrscheinlich von anderen Gruppen.
  • In der Wirtschaft tätige Menschen unterscheiden sich wahrscheinlich von Lehrpersonen.
  • Schülerinnen unterscheiden sich wahrscheinlich von Schülern. ...
 
Mögliche Inhaltsbereiche der Befragung
  Entscheidet euch ggf. nach Aufstellung einer Hypothese für einen konkreten Inhalt der Befragung. Hierzu werden euch u.a. die folgenden Anregungen in Form von Fragen gegeben:
  • Welche Folgen sind zu erwarten, wenn die Kluft zwischen Arm und Reich immer mehr zunimmt? Wie werden diese Folgen bewertet?
  • Ist es denkbar, dass die Millionäre mit der Zeit zu Milliadären werden und sich dann in schlossartigen Burgen mit einer eigenen Polizei einigeln, um sich so vor der "Macht" der Armen zu schützen?
  • Ist es denkbar, dass die neuen Super-Reichen zu neuen Fürsten, mit ausgedehnter Macht werden, der sich alle anderen Menschen in ihrem Machtbereich unterordnen müssen?
  • Wäre ein Grundeinkommen für alle, wie es von unterschiedlichen Institutionen vorgeschlagen wird, eine Lösung? Oder würde es nur die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößern? Oder würde es nur als Beruhigungsmittel für Menschen auf der Reservebank dienen?
  • Wie reagieren ärmere Menschen darauf, wenn die Reichen immer reicher werden?
  • Nehmen sie wahr, dass es auch Reiche gibt, die von ihrem Reichtum etwas abgeben?
 
Entwicklung von Fragen oder Statements
und Test der Fragen
 

Ein Fragebogen kann auf Grund einer Hypothese so gestaltet werden, dass die Antworten frei gegeben werden können oder nach einem vorgegebenen Schema auf Statements geantwortet wird.

  • Entwerft eure Fragen oder Statements für einen Fragebogen nachdem ihr euch für einen Fragebereich entschieden habt.
  • Wollt ihr aber Gruppen vergleichen, so ist es sinnvoll, auch quantitative Daten zu erheben.
  • Denkt bei der Fragen- oder Statemententwicklung sowie bei den Antwortmöglichkeiten an eure Hypothesen, die ihr klären wollt.
  • Testet eure Fragen in einem kleineren Bekanntenkreis und korrigiert die Fragen so, dass sie besser verstanden werden.
 
Ein formales Beispiel für eine mögliche Befragung zu Statements
 
Schätzt bitte ein, wie ihr zu dem Statement steht.
State- ment
Einschätzungen zum Statement
Gebt bitte eine Begründung für eure Einschätzung
stim- me zu
stimme teil- weise zu
na, ja
stimme teil- weise nicht zu
stim- me nicht zu
1
....
....
....
....
....
....
2
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.....
....
....
....
....
....
....
         
 
Durchführung, Auswertung und Interpretation der Befragung
 
  • Führt die geplante Befragung durch, wertet sie aus und interpretiert die Ergebnisse.
  • Überlegt euch, welche grafischen Darstellungen gegebenenfalls sinnvoll bei der Auswertung und Interpretation genutzt werden können?
    Je genauer ihr eure Hypothesen aufgestellt habt, um so bessere Auswertungen und insbesondere auch Interpretationen der Auswertung sind möglich.
  • Diskutiert miteinander, welchen Aufschluss und welche Hilfen für mögliche Nachdenklichkeiten oder Einstellungsänderungen oder gesellschaftspolitisch motivierte Handlungen die Auswertung der Befragung liefert.
  • Verschriftlicht eure Ergebnisse und erstellt eine Präsentation.
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Hilfen zur Lösung

 
Wird aus Armut auch Terror?
 
 
 
Zur Bearbeitung der Anforderungen (Aufgaben)
gibt es für euch die folgenden mathematischen Hilfen
(blau unterlegt)
und Werkzeughilfen
(grün unterlegt):
 

Mögliche Hilfen für die
Klassenstufen 8 bis 12

 
 
 
 
Darstellen von Daten in
Listen und Tabellen
sowie in
Diagrammen
 
 
Deuten von Daten durch
Lagemaße
und
Streumaße

sowie ggf. durch
Boxplots

Anmerkung: Diese Auswertungen sind nur bei quantitativen Daten möglich!
 
 
Anmerkung: Ein Übermaß an Problemen bei gleichzeitig fehlenden Lösungsmöglichkeiten führt zu dem, was die Psychologie kognitive Dissonanz nennt. Sie kann nur reduziert werden, wenn man statt der Probleme die Einstellung zu ihnen feststellt und dann bearbeitet.