blikk Wohlstand für alle!
Vision oder Möglichkeit?
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Ideen zur Vorbereitung
und Durchführung der Modellierungsphase

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Ideen zur
Vorbereitung

 

Ideen zur Durchführung

     
   

Im weiteren Text wird davon ausgegangen, dass sich alle SchülerInnen der Klasse nur mit dem realen Problem "Wohlstand für alle! Vision oder Möglichkeit?" beschäftigen werden. Diese Auswahl hat die Lehrperson alleine oder nach einer Diskussion mit den Jugendlichen der Klasse getroffen.

 

   
Tipp:
Überblick über alle zum realen Problem aufbereiteten Seiten
  In der sitemap zur "Wohlstand für alle! - Vision oder Möglichkeit?" wird ein Überblick gegeben (a) über alle aufbereiteten Hilfen zur mathematischen Modellierung, (b) zum Einsatz von neuen Werkzeugen sowie (c) zur Selbstorganisation des Lernens.
Diese sitemap sollten Lehrpersonen bei ihrer Unterrichts-Vorbereitung einsehen. Denn so erkennen sie auch, worauf sie im Unterricht moderierend hinweisen können.
Die ergänzenden Informationen zum Sachverhalt (u.a. mit Fakten und Datensätzen) sind ganz bewusst nicht immer in der Sprache der "SchülerInnen" formuliert. Hier wird der Alltag des Fernsehens und der Presse sowie der Wissenschaft gespiegelt.
     
Adressatengruppen,
die mit diesem realen Problem angesprochen werden
  Mit dem realen Problem "Wohlstand für alle! ... " können Schülerinnen und Schüler der Klassen (7), 8 bis 11 im Unterrichtsfach Mathematik aber auch in den Fächern Politik, Gesellschaftslehre und/oder Wirtschaftslehre angesprochen werden. Es wird aber realistischer Weise angenommen, dass das Projekt in Mathe durchgeführt wird.
     
Gesellschaftsbezug und Kooperationsmöglichkeiten
mit anderen Fächern
 

Die Jugendlichen können mit "Blicke" auf das komplexe Problem der Mehrung des Wohlstandes durch Globalisierung " sehen und den Fragen "Gibt es einen wahrnehmbaren Trickle-Down-Effekt? Wie wirken die Entwicklungshilfen? " entnehmen, dass die Entwicklungs-Defizite der Einen Welt so ineinander verwoben sind, dass einem dabei schwindelig werden kann. Sie können sehen, welche innen- und außenwirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Probleme mit "Wohlstand für alle" verbunden sein können. Ist die Globalisierung eine Lösung oder sind nationale Egoismen stärker? Die Jugendlichen kennen diese Probleme aus den Medien. Lösungsversuche haben daher vorrangig den Zweck, dass etwas deutlichere und begründetere Fragen gestellt werden können. Mehr nicht! Aber auch nicht weniger!
Nicht notwendig, aber hilfreich, kann eine Kooperation mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern für Politik, Wirtschaftslehre oder Gesellschaftlehre sein.
Vielleicht gibt es auch unter den Eltern der Kleingruppe eine Mutter oder einen Vater der kompetent in den angesprochenen Sachenfragen ist. Diese Eltern und ebenso die genannten FachlehrerInnen können als BeraterInnen für die Kleingruppe hinzugezogen werden, wenn sich die Kleingruppe u.a. mit Detailfragen beschäftigt.
Interessant ist aber eine Einstellungs-Befragung zur Bereitschaft, vom eigenen Wohlstand etwas abgeben zu müssen, wenn ein moderater Wohlstand für alle in einer etwas näheren Zukunft erreicht werden soll.

     
Und was hat das alles mit Mathematik zu tun?
 

Wird dieses Problem im Mathematikunterricht behandelt, so steht die mathematische Modellierung im Zentrum. Je nach gewähltem Teilproblem kann folgende Mathe vorkommen:
ab Klasse 7
Liniendiagramme aus Datenbeständen anfertigen, vergleichen und interpretieren; Wohlstand und Schuldendienste der "armen Länder" analysieren; Berechnung von Tilgungsplänen mit konstanter Annuität oder konstanter Tilgungsrate in Form von Tabellen und Graphen; Berechnen von Zinsen und Restschulden; Graphische Darstellungen dazu und Vergleiche von volkswirtschaftlichen Daten.
Meinungs-Befragung und Datenauswertung mit den Mitteln der beschreibenden Statistik.
ab Klasse 9 wie zuvor und:
Indexzahlen; Hochrechnungen und Simulationen zum Bruttosozialprodukt in unterschiedlichen Ländern auf der Basis von Daten der Weltbank;
Anwenden der Methoden der system dynamics auf volkswirtschaftliche Daten; Schnittpunkte von Graphen; Lösen von Gleichungen
ab Klasse 11 wie zuvor und:
Wachstumsfunktionen; veränderliche Anstiege; Ableitungsfunktion; Korrelationen;

   
   

Ideen zur Durchführung der Modellierungsphase

   
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Arbeitsteilige Kleingruppenarbeit an unterschiedlichen Fragen zum Problem
 

Die Jugendlichen können mit einer Bild-Diskussionen und einer Einschätzung der Weltbank in das Thema einsteigen.
Nach einer kurzen Diskussion in der ganzen Klasse leiten die möglichen Fragen "Gibt es einen wahrnehmbaren Trickle-Down-Effekt? Wie wirken die Entwicklungshilfen? " die SchülerInnen dazu an, sich auf der Grundlage ihrer Interessen für die Arbeit an einem der folgenden Fragebereiche zu entscheiden:

Diese Entscheidung für einen Fragenbereich führt bereits zu einer Klein-Gruppenbildung. Weitere Entscheidungen darüber, welche Analyse- oder Konstruktions- oder Befragungsanforderungen ausgeführt werden sollen, führen dann zu einer endgültigen, arbeitsteiligen Kleingruppenarbeit in der Klasse.
Anmerkung: Die zuvor angegebenen Seiten können ausgedruckt werden, und wie Arbeitsblätter an die Kleingruppen verteilt werden. Erst dann, wenn die Jugendlichen im Internet recherchieren wollen oder sich mathematische Hilfen holen wollen oder auf dem Forum etwas austellen wollen, brauchen sie den Computer.

 
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Beschreibung und Darstellung von allgemeinen und inhaltlichen Kompetenzen

Alle Kolleginnen und Kollegen die bei der Aufbereitung von Lösungsideen helfen wollen, sind herzlich dazu eingeladen.
Kontaktpartner siehe Information

 

Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler im Unterricht erwerben können:

  • bei einer Analyse der Entwicklung von Wohlstandsfaktoren
  • bei einer Analyse der Entwicklungen im globalen Handel
  • bei einer Analyse der Entwicklungen des Dienstleistungsexports, der Leistungsbilanzen und des BIP
  • bei einer Analyse der Entwicklung von Schulden, Schuldendiensten und Entwicklungshilfen
  • weitergehenden Analysen und Modellierungen zur "Schnelligkeit" der Entwicklungen
  • bei der Modellierung der Frage: Warum muss die Wirtschaft ständig wachsen?
  • bei Untersuchungen zur Frage: Werden Entwicklungsländer jemals in der Lage sein, aus eigener Kraft die Industrieländer einzuholen?
  • bei einer Konstruktion und Simulation von dynamischen Wechselwirkungen zwischen Bevölkerung, Nahrungsproduktion und eingesetztem Kapital am Beispiel der Subsahara-Zonel
  • bei der Gestaltung, Auswertung und Deutung einer Befragung u.a. zu Einstellungen gegenüber einer Entwicklungshilfe

Werden die Analysen, Simulationen und Befragungen durchgeführt, so lässt sich an den schriftlichen Ergebnissen diagnostizieren, welche Kompetenzen in welchen Grad erworben wurden.

     
Mathematik als Erkenntnismittel
  Bei der Beantwortung der Teilfragen dieses realen Problems ist die Mathematik ein Hilfs- und Erkenntnismittel. Die Mathematik hilft dabei, auch im Alltag sinnvoll und überlegt zu handeln und zu entscheiden.
Die Mathematik löst nicht das Problem, hilft aber dabei, politische Lösungsansätze zu verstehen.
     
Die Rolle der
Mathe-LehererIn
  Während der Vorbereitung und auch in der Modellierungsphase übernimmt die Mathematiklehrerin und der Mathematiklehrer in der Regel die Rolle eines kompetenten Laien.
     
Recherchen im Internet
 

Recherchen im Internet sollten nicht ganz unterbunden werden. Wohl aber eingeschränkt werden. Es gibt kommentierte Links ins Internet.
Bei der Bearbeitung des realen Problems geht es vornehmlich um Mathematik und nicht um das medienpädagogische Ziel, im Internet recherchieren zu lernen. Dieses Ziel kann mit angesprochen werden, ist aber nicht zentral.
Ein aktuelle Datenbank über entwicklungsbezogene Unterrichtsmaterialien ist zu finden unter:
http://www.Eine-Welt-Unterrichtsmaterialien.de
Die Eingangsseite http://www.Eine-Welt-Netz.de führt zu vielen nützlichen Angeboten und Servern betreffend das "Globale Lernen".
Unter der Adresse http://www.welthaus.de sind Skizzen von unterrichtspraktischen Beispielen zu finden.

   
Formulierung der Ergebnisse
und Präsentation der Ergebnisse
  Hierzu gibt es auf der Eingangsseite in das reale Problem Hinweise für Schülerinnen und Schüler.
Für Lehrpersonen kann es hilfreich sein, diese bei der Vorbereitung des Unterrichts zur Kenntnis zu nehmen. Denn die Texte können ausgedruckt werden und als Arbeitshilfe an die Jugendlichen verteilt werden.
Die Präsentationen der Schülerinnen und Schüler haben zwei Funktionen: Zum ersten können die Jugendlichen erleben, dass alle Präsentationen zusammen das Problem umfassender lösen. Teamarbeit hatte also einen Sinn.
     
Systematisierung
 

Zum Zweiten bilden die Präsentationen den Einstieg in die (der Modellierungsphase folgende) Systematisierung der "erfundenen" oder genutzten Mathe.
In der Regel helfen die "mathematischen Hilfen" bei der Systematisierung.
Sie schließt sich immer an, wohingegen eine internationale Kommunikation eine weitere Möglichkeit im Herbst eines jeden Jahres bedeuten kann.

     
Eine Internationale Kommunikation und Kooperation zum Thema ist eine weitere Möglichkeit
  Das reale Problem ist so aufbereitet, dass es umfassender durch Arbeitsteilung gelöst werden kann.
Die Lern- und Arbeitsumgebung stellt zu diesem Zweck auch ein Forum und eine Galerie zur Verfügung, die ebenfalls für kooperatives Arbeiten genutzt werden können.
Eine internationale Verständigung ist von der Sache her sinnvoll und nicht aufgesetzt. Siehe dazu die Hinweise für Schülerinnen und Schüler.
Für Lehrpersonen kann es hilfreich sein, diese bei der Vorbereitung des Unterrichts zur Kenntnis zu nehmen. Denn auch diese Texte können ausgedruckt und ggf. ausgehangen werden.
   
Hinweise auf weiterführende Literatur, die eine klare gesellschaftliche Position einnimmt und/oder Unterrichtsmaterialien beschreibt
  Welthaus Bielefeld (u.a.): Armutsfalle Verschuldung.
Unterrichtsmaterialien für Oberstufe und Erwachsenenbildung. Broschüre A4, 64 S., Bielefeld 1999. Preis: 12.00 DM. Bezug: Welthaus Bielefeld

Die Überschuldung vieler, gerade auch armer "Entwicklungsländer" und die daraus resultierenden Zwänge zur "Strukturanpassung" und zum Schuldendienst sind eine wichtige Ursache für die Armut. Die Unterrichtsmaterialien stellen diesen Zusammenhang dar, analysieren einige Hintergründe und beleuchten Perspektiven eines Schuldenerlasses. Neben Lehrerinformationen werden Arbeitsblätter und Schaubilder angeboten, ferner Vorschläge zur didaktischen Aufbereitung des Themas und auch neueste statistische Daten.
M. Drilling: Überleben im Schatten. Der informelle Sektor.
Explizit-Unterrichtsmaterialien Nr. 49, 48 S. DIN A 4, Horlemann-Verlag, Bad Honnef 1998. Preis: 12.00 DM. Bezug: Buchhandel.

Das Materialienheft enthält neben einleitenden didaktischen Überlegungen vor allem verschiedene Bausteine (Texte, Dokumentenauszüge, Tabellen und grafische Darstellungen, Zeitungsartikel, Karten und Bilder), die den informellen Sektor, die "Überlebensökonomie der Armen", beschreiben und analysieren. Beleuchtet werden die Bedeutung dieses Bereichs für das Leben der Menschen, Stadtflucht und Armutsfaktoren als wesentliche Ursachen für die Ausweitung der Schattenökonomie, aber auch Selbsthilfewillen, Erfindungsreichtum und Widerstand der Menschen, die in diesem und von diesem "informellen Sektor" leben.
Misereor: Arme übernehmen Verantwortung.
Materialien für die Schule Nr. 27. 60 Arbeitsblätter DIN A 4, Aachen 1998. Preis: 22.50 DM. Bezug: Misereor

Die Mappe umfasst sechs Unterrichtseinheiten für die Sekundarstufe 1: Einheit I ("... er rettet das Leben der Armen") eröffnet eine biblische Orientierung zum Themenbereich Armut/Gerechtigkeit/Barmherzigkeit. Einheit II ("Identität - Solidarität - Barmherzigkeit") fragt nach der Bedeutung des Gerechtigkeitspostulats in unserer heutigen ("entsolidarisierten") Gesellschaft. Einheit III ("Armutsorientierte Entwicklungsarbeit in Sambia") liefert Informationen über die soziale Situation von Jugendlichen im Kupfergebiet Sambias und zu den Entwicklungsperspektiven des Landes insgesamt (Bevölkerungsstruktur, Sozialdaten, Rohstoffproblematik, Strukturanpassungsprogramme). Einheit IV ("Armut ist weiblich") thematisiert direkt die besondere Armutssituation der Frauen - und zwar sowohl hier in Deutschland wie auch in Afrika (Kamerun). Zusätzlich werden die Grameen-Bank in Bangla Desh und ein Selbsthilfeprojekt alleinerziehender Mütter in Nairobi als "Wege aus der Armut" beschrieben. Einheit V ("Wie Arme ausgenutzt werden") zeigt am Beispiel der Textilproduktion die problematischen Seiten globalisierter Arbeitsteilung. Einheit VI ("Software aus dem Armenhaus") weist schließlich auf die Gleichzeitigkeit von hochentwickelter Spitzentechnologie einerseits und Armut andererseits im Schwellenland Indien hin.
BMZ: Entwicklungspolitik im Schaubild.
84 S., Bonn 1998. Kostenloser Bezug beim BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung),
Fr.-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn. Die Schaubilder können auch als farbige Overhead-Folien ("Entwicklungspolitik - Folien für Tageslichtschreiber") von Schulen (Absenderstempel) bestellt werden.
Die grafischen Darstellungen (Farbfolien) umfassen im Teil I eine Skizzierung globaler Herausforderungen (Interdependenzen zwischen "erster" und "dritter" Welt, Ungleichheiten, Entwicklungserfolge, Weltbevölkerung, Ökologie, Kriege und Flüchtlinge), beziehen sich im Teil II auf Motive und Kriterien der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und schildern im Teil III konkrete Ansätze der EZ, die Akteure dieser Maßnahmen sowie Ausmaß und Erfolgskontrolle staatlicher Entwicklungshilfe (Oberstufe).
Misereor (Hg.): Armut.
Ein Sach- und Lesebuch. 190 S., Horlemann-Verlag 1998. Preis: 22.00 DM. Bezug: Misereor, Mozartstr. 9, 52064 Aachen.

Ein gutes, kompaktes Handbuch mit Hintergrundinformationen zur internationalen Armutssituation und zur Reichweite der Armutsbekämpfung (F. Nuscheler). Der zweite Teil des Buches enthält literarische Texte, Auszüge aus Dokumenten, Lebensberichte, Gedichte, Gebete und einige Grafiken, die sich für einen Einsatz im Unterricht (Oberstufe) eignen.
     

Nebeneffekte:
Neue Ziele mit neuen Medien

 

Ausführungen zu "Neuen Zielen mit neuen Medien" sind in den Lern- und Arbeitsumgebungen "Schule gestalten" und "Lernen mit Neuen Medien" zu finden.

     
  Die Patinnen und Paten dieser Arbeitsumgebung bitten alle Kolleginnen und Kollegen um Ergänzungen oder Erprobungsberichte.
Für Rückmeldungen kann neben einer "Papierform" auch das offene Forum "Kooperation zwischen Lehrpersonen" oder das geschlossene Forum "Didaktische Fragen zum Mathe-Unterricht" dieser Arbeitsumgebung genutzt werden.
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