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Schreiben von Hypermedien
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Fragen, Fragen ...

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in der Galerie
  Schreiben von hypermedialen Wissensdarstellungen bedeutet zunächst ein Schreiben und Zeichnen, wie eh und je. Nun aber kann es bedeuten, dass multimedial codierte Informationen in einem Hypertext zu einem neuen Ganzen 'komponiert' werden, der auf einem Bildschirm lesbar wird.
     



Unzweifelhaft ist die Schreibkompetenz
eine notwendige Kulturtechnik in den Industriegesellschaften sowie in den demokratisch verfassten Gesellschaften.

Schreiben von Texten bleibt eine Basiskompetenz.

G
ehen wir davon aus, dass zunehmend mehr hypermediale Texte im Fernsehen, im Internet und auf CD-ROM's sowie DVD angeboten werden, dann stellen sich mit Nachdruck die folgenden Fragen:

 
     
   
Ein Renaissance-Bild von Bramante im Hintergrund der neuen Hyper-Technik
     

Reicht in Zukunft eine einfache Schreibkompetenz noch aus?

Jugendliche schreiben und lesen bereits vielfältig auf hypermediale Weise. Genau das führt aber bei älteren Menschen häufig zu Klagen derart: "Die Kinder zappen nur noch und sehen Bilder!"

Die Frage dazu: Dienen diese Klagen nicht aber auch dem Zweck, das eigene Unvermögen zu kaschieren oder sind es Schutzbehauptung, um das hypermediale Schreiben und Lesen nicht mehr lernen zu müssen?

Diese Fragen müssen hier in dieser Schärfe erlaubt sein, auch dann, wenn andere einsichtige Gründe zur Geltung gebracht werden können.

In der Galerie ist Platz für viele subjektive Berichte und emotional engagierte Antworten.

 

Erfolgt diese hyper(textuelle-multi)mediale 'Komposition' zum Zweck der Unterstützung oder der Anregung eines qualitätsvolleren Lernens oder dem Verfassen einer elaborierten Information, dann müssen bei der Gestaltung und Aufbereitung der Informationen semiotische, syntaktisch-semantische und pragmatisch-lerntheoretische Reflexionen unbedingt berücksichtigt werden.





Die Medienindustrie berücksichtigt diese dreifache Anforderung für Entwicklungen auf dem Freizeitmarkt. Sie will die neuen digitalen Produkte (z.B. Videospiele, LANspiele, ) zum Vergnügen der Kinder und Jugendlichen verkaufen können und passt sich deren Geschmack an.

Neue Medien zum Lernen sollten daher nicht unbedingt von dieser Qualität abweichen, wenn man nicht möchte, dass sie von den Lernenden als langweilig abgelehnt werden und dann schließlich auch nicht für ein lebenslanges Lernen genutzt werden.

Umfangreiche hypermediale Informationsdarstellungen können aber nicht einfach "heruntergeschrieben" werden, so wie man es etwa bei den gewohnten Texten wie z.B. einem Aufsatz gewohnt ist. Die Entwicklung eines Drehbuches ist dann dringend zu empfehlen, wenn das Werk mehr als 6 Seiten hat.

 

© Pädagogisches Institut der deutschen Sprachgruppe - Bozen - 2000