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persönliche Themen (1-4/4)

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Wissen selbst konstruieren

 

Kuntner Irmtraud

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Kein Kommentar

 

Obwohl die Auseinandersetzung mit persönlichen Themen in altersgemischten Lerngruppen an unserer Schule den Kern der Lernarbeit darstellt, birgt sich darin eine schleichende Gefahr. Anscheinend von Interesse und Motivation angetrieben, sammeln, bearbeiten und präsentieren Kinder zu den unterschiedlichsten Themen verschiedenste Werke: von einfacheren Formen wie Plakaten, Büchlein, Lapbooks über Ausstellungen, Kunstwerke hin zu Experimenten, Sketches, Expertenbesuchen in und außerhalb der Schule und anderem mehr. Schaut man allerdings genauer hin, ist es sehr häufig wieder ein Reproduzieren von irgendwo auffindbarem, vorgefertigtem Wissen. Genau dies wollen wir in unserer reformpädagogischen Vorgehensweise nicht. Forschen, Entdecken, Erkennen, Vergleichen findet kaum Platz. Um dem entgegenzuwirken, starten die Kinder bei uns mit ,,guten“ Fragen, d.h., es werden Aspekte des Themas ausfindig gemacht, welche nicht so ohne weiteres auffindbar, nachlesbar sind. Letzthin sammelte eine Gruppe zum Thema „Marienkäfer“ folgende Fragen und mögliche „Quellen der Erkenntnis“:

Wie funktionieren die Flügel des Marienkäfers? - Modell bauen

Wie sehen die Eier und „Babys“ aus? - Versuch über lange Zeit; Mikroskopieren

Was tun die Marienkäfer eigentlich? - Beobachtung in der Natur; Oma (=Expertin) befragen

Die Gruppe einigte sich die Arbeitsergebnisse in Form einer Text-Bild-Ausstellung zu präsentieren. Allerdings kam auch der Zweifel auf, ob das Thema vielleicht im Frühling geeigneter wäre…

 

 
 

Freinet …et au-delà?

 

Kuntner Irmtraud

Sonntag, 25. Februar 2018

Zuletzt geändert:
Montag, 26. Februar 2018

 

Seit Beginn unserer reformpädagogisch orientierten Arbeit vor neuen Jahren in Gries beschäftigen sich die Kinder mit persönlichen Themen. Diese wählen sie frei in Kleingruppen, welche sich aus vier bis maximal sechs Kindern unterschiedlichen Alters und Geschlechts zusammensetzen. Die Bearbeitung des gewählten Themas und die abschließende Präsentation finden innerhalb der Stammgruppe statt. Der Zeitrahmen ist ein Monat. Letzthin wollten wir Lehrpersonen im Sinne der Interessenskomplexe Freinets von einem Text der Kinder ausgehen, um vor allem auch die Arbeiten mehr auf handlungsorientierte, kreative, praktische Tätigkeiten zu lenken. Schule ist im Allgemeinen ohnehin zu schreib- und Papier-lastig.

Obwohl die allermeisten Kinder in unserer Stammgruppen sehr redegewandt sind und aus den Ausgangstexten (welche jeweils von einem Kinder der Gruppe stammten) alle möglichen Ideen entwickelten, waren sie überhaupt nicht erfreut über die neue Vorgehensweise bei der Themenwahl. Mehr oder weniger heimlich hatten sie nämlich im Vorfeld bereits Absprachen getroffen, fotografiert, Gruppen gebildet, Experten kontaktiert. Mehrere Kinder ließen sich von ihren Ausgangsideen und Wünschen nicht abbringen. Freinet …et au-delà?

 

 
 

Stammgruppen und persönliche Themen

 

Kuntner Irmtraud

Sonntag, 18. Februar 2018

Kein Kommentar

 

Seit Jahren widmen sich die Kinder der Reformklassen in Gries, nachdem sie ihr tägliches individuelles Training im Schreiben, Lesen und Rechnen absolviert haben, frei gewählten Themen. Bei der Wahl derselben orientieren sie sich an ihren Interessen, Neigungen und Begabungen. Das gewählte Thema bestimmt folglich auch die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe. Einzige Vorgaben sind die Alters- und Geschlechtermischung.

Zurzeit sind die 44 Kinder der Oberstufe in zwei altersgemischten Stammgruppen organisiert. Zweimal wöchentlich treffen sie sich zur Arbeitsplanung und –besprechung. Teamfähigkeit und Leistungsmut werden ständig gefordert.

Die Lehrpersonen begleiten die Planungs- und Erarbeitungsphase durch Beratung und Unterstützung in der Organisation. Über die einzelnen Schritte wird Protokoll geführt.

Die Arbeit an einem Thema dauert in etwa einen Monat lang. Arbeitsergebnisse sind sehr unterschiedlich, fächerübergreifend, oft auch mehrsprachig und werden in den Gruppen präsentiert.

Hier ein Beispiel:

Thema: Hawaii

Arbeiten: selbst geschriebenes Sachbuch zur Unterwasserwelt/ hawaiianische Tänze (vorgeführt von drei Mädchen und einem Bub)/ Vulkane auf Hawaii-Experiment einer Eruption mithilfe des Vulkanmodells aus dem Schullabor/ Plakat über die Tierwelt/Hochrechnungen mit geografischen Zahlen zu Hawaii/Ananassalat fürs Publikum; die Präsentation dieser Arbeiten erfolgt in Form einer Show, der Moderator spricht italienisch;

Arbeitsgruppe: zwei Buben und ein Mädchen aus der fünften Klasse, ein Bub und zwei Mädchen aus der vierten Klasse;

 
 

Persönliche Themen als treibende Kraft in der Lernarbeit

 

Kuntner Irmtraud

Samstag, 17. Februar 2018

Kein Kommentar

 

Die Kinder der Reformklassen arbeiten regelmäßig an ihren persönlichen Themen.

Dazu schließen sie sich in altersgemischten Kleingruppen zusammen.

Von der Planung über die Aufgabenverteilung und bis zur Präsentation gehen sie selbstgesteuert nach ihren Interessen und Fähigkeiten vor.

Die Lehrerinnen und Kinderexperten stehen beratend zur Seite.

Letzthin hatte eine Gruppe das Thema „Wald und Bäume“ gewählt.

Nach vier Wochen wurden zwei Bilder-Plakate über Nutzung und Gefährdung des Waldes, die Teile des Baumes und ein Video von einem Interview mit einem Förster vorgestellt. Den Besuch beim Förster hatten sie selbst organisiert, eine Lehrerin hat sie an einem Vormittag begleitet.

 

 

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