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Ideen für Videokonferenzen (10/36)

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Engl Angelika

Engl Angelika

Donnerstag, 4. Februar 2021

Zuletzt geändert:
Freitag, 5. Februar 2021

 

Aufgrund der Corona-Situation sind Videokonferenzen eine Möglichkeit, regelmäßigen Kontakt zu den Schülern aufzunehmen und den Unterricht virtuell fortzuführen.

Doch den Unterricht eins zu eins vom Offline-Klassenzimmer in eine videobasierte Lernumgebung zu übertragen, ist nicht gerade die beste die Lösung. Denn:

  • Technische und organisatorische Voraussetzungen sind nicht immer gegeben.
  • Ungünstig ist eine Zeit zu wählen, wo sich zeitgleich Hunderte Teilnehmer im Netz bzw. auf der Plattform befinden.
  • Videokonferenzen erfordern von allen Beteiligten ein hohes Maß an Konzentration.
  • Außerdem ist die Ablenkungsgefahr am heimischen Laptop deutlich höher als im Klassenzimmer.
  • Auch die Dauer einer Videokonferenz sollte bedacht werden.

Tipp: Unterstufe bis zu einer halben Stunde, Oberstufe nicht mehr als eine Stunde.

Die gemeinsame Zeit in den Videokonferenzen ist knapp und wertvoll. Sie sollte nicht mit einer Stunde Frontalunterricht vergeudet werden. Sicher kann man die Zeit nutzen für einen Check-In mit den Kindern, ob alle mit den Hausaufgaben klar kommen oder ob jemand Hilfe braucht. Im Vordergrund klassenweiter Videokonferenzen steht für mich, dass die Kinder sich mal wieder sehen können und Spaß haben.  

Der Schlüssel zu gelungenen Videokonferenzen ist, die Kinder einzubeziehen und Spaß zu haben. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, um zum Beispiel die Interaktion unter den Kindern zu fördern. Sicherlich sind auch der Kreativität keine Grenzen gesetzt, was Wissensvermittlung angeht.

Damit der Unterricht per Videokonferenz zum Erfolg wird, sind daher insbesondere Abwechslung und Interaktivität gefragt. Doch was genau kann man eigentlich mit den Schülern während einer Videokonferenz machen?

 Hier ein paar Ideen:

  • Der Hände Wedler

Für den ersten virtuellen Applaus, auch genannt „Webinar-Applaus“ halten alle Teilnehmer ihre Hände gut sichtbar hoch in die Kamera, und wackeln oder drehen die Handflächen hin und her. Diese Option ist die schnellste und sie ist sehr fotogen. Auf diese Weisekönnen Gruppenfotos gemacht werden. Das Video exportieren wir via Giphy als bewegte GIF Datei und senden sie rum. Ein schönes Andenken für alle Teilnehmer.

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  • Applaus an den Kachelnachbarn

Man sitzt vor seinem Laptop und klatscht den „Kachelnachbarn“ zu. Das macht man, indem man einmal nach links, nach rechts, nach oben und nach unten klatscht. So wird aus dem Applaus ein richtiges kleines Aufwärmspiel. Das ganze heiter und etwas albern.

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  • Aufwärmspiel

Bevor es los geht sollte man prüfen, dass alle ihre Kamera an haben. Nach einer kurzen Erklärung sagt man eine Farbe an. Alle Spieler*innen suchen dann einen Gegenstand in ihrer direkten Umgebung, der diese Farbe hat. Ist ein passender Gegenstand gefunden, hält man ihn in die Kamera. Man hält ihn in die Kamera, bis alle einen Gegenstand haben. Man hat also genug Zeit die anderen Gegenstände anzusehen. Der oder die Letzte, die ein Gegenstand gefunden hat, sagt die nächste Farbe an.

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  • Es wird spannend

1. Teilnehmer sollten einen Klebezettel zur Hand haben, mit dem sie ihre Kamera abkleben können. Alternativ können sie auch ein Handtuch drüber hängen. Als erstes kleben alle Spieler ihre Kameras ab. Hat man die „Galerie Ansicht“ aktiviert, entsteht so ein buntes Mosaik.

2. Als Moderator frage ich: „Jeder, der …“ -Fragen. Das könnte zum Beispiel sein:

  • Jeder, der genug geschlafen hat.
  • Jeder, der genug gefrühstückt hat.
  • Jeder, der zu viel gegessen hat und im Nachmittagstief hängt.
  • Jeder, der heute schon Sport gemacht hat.
  • Jeder, der alleine im Raum ist / den Raum mit anderen teilt, die mithören.
  • Jeder, der Tiere hat, die jeden Moment rein kommen könnten.
  • Jeder, der heute kurz raus muss.
  • Jeder, der mehr Pausen braucht.
  • Jeder, der denkt, wir liegen gut im Rennen.
  • Jeder, der noch Themen hat, die noch nicht besprochen wurden.
  • Jeder, der sich Sorgen um Thema X macht.

3. Wenn die Frage auf einen zutrifft, dann deckt dieser die Kamera ab.

4. So können die Teilnehmer auf einen Blick sehen, auf wen die Frage zutrifft – ein schönes Spiel per Videocall.

Es gibt immer noch eine Menge an projektrelevanten Fragen, die einen persönlichen Bezug zum Projekt oder Thema herstellen.

5. Beachten: Geben Sie den Teilnehmern am besten vor dem Online-Seminar Bescheid, dass sie etwas brauchen werden, um ihre Kamera abzudecken.

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  • Das Schreibtisch – Kennenlernspiel

Alle Teilnehmer suchen sich einen Gegenstand aus, den sie am Arbeitsplatz direkt griffbereit haben. Dann stellen sie den Gegenstand den anderen Teilnehmern vor. Man kann auch noch eine Parallele zwischen dem Gegenstand und dem Projekt (oder worum auch immer es in dem Video-Call geht) aufzeigen. Das ist lustig, weil man auf den ersten Blick nicht denkt, dass man etwas Passendes findet – am Ende funktioniert es aber mit fast allem.

Quelle:Wilde Worshop Spiele

  • Lego:

Ein bestimmtes Thema wird vorab festgelegt. Die Kinder bauen mit Legos und präsentieren das Ergebnis bei dem Online-Treffen.

  • Tabu

Das Spielprinzip ist simpel: Eine Person muss in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Begriffe umschreiben, jedoch ohne dabei bestimmte Wörter zu nennen (z.B. “Schule” umschreiben, ohne “Unterricht”, “Lehrer”, “Schüler”, “lernen” zu nennen). Um dieses Spiel in einer Videokonferenz umzusetzen, nutzen Sie eine versteckte Nachricht im Blog oder eine WhatsAppnachricht um jenen SchülerInnen, die an der Reihe sind die Begriffe und nicht-erlaubten Wörter mitzuteilen.

 

  • Activity

Activity kombiniert Tabu mit pantomimischer Darstellung und Zeichnen: Die SpielerInnen müssen bestimmte Begriffe in einer bestimmten Zeit entweder zeichnen, umschreiben oder pantomimisch darstellen. Auch dieses Spielprinzip lässt sich auf Videokonferenzen übertragen, Dazu eignen sich eher kleine Gruppen und das Nutzen der versteckten Nachrichten, um den SpielerInnen die Begriffe mitzuteilen.

  • Wer bin ich?

Klassischerweise wird dem Spieler bzw. der Spielerin ein Zettel auf die Stirn geklebt, auf welchem der Name einer berühmten Persönlichkeit steht, die der Spieler/die Spielerin verkörpern soll. Mithilfe von Ja/Nein-Fragen muss der/die Spieler*in nun versuchen herauszufinden, wen sie darstellt. Für eine Videokonferenz lohnt es sich, das Spielprinzip umzudrehen: Schicken Sie einem Schüler oder einer Schülerin via versteckte Nachricht den Namen einer berühmten Person, die er oder sie verkörpern sollen. Die anderen SchülerInnen stellen Ja/Nein-Fragen um herauszufinden, um wen es sich handelt. Je nach Unterrichtsfach können dabei z.B. Charaktere aus Büchern oder Filmen (Deutsch, Englisch) oder historische Persönlichkeiten (Geschichte) verkörpert werden.

  • Gemeinsames Erstellen von Wortwolken

Passend zu jedem Thema, ob Wörtersuche im Anfangsunterricht oder Themen zu GGN, können Wortwolken gemeinsam erstellt werden.

Beitrag Erstellen von Wortwolken

Wortwolken

Fragezeichen

 

  • Gemeinsames Kochen oder Backen
  • Kindergeburtstag

Jede*r hat ein Getränk und etwas zum Knabbern, ihr stoßt an, singt z. B. einem Geburtstagskind ein Lied, erzählt, wie es euch geht…

  • Quiz, Rätsel…
  • Vorlesen von Geschichten

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, eine Videokonferenz spannend zu gestalten. Übrigens lieben Kinder diese Videokonferenzen nicht nur während des Fernunterrichtes. Auch einmal ein Online-Spiel am Nachmittag ist für die Kinder spannend und lustig.

In diesem Sinne wünsch ich Ihnen viele tolle Momente mit den Kindern.

 

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