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Klassenrat (12/78)

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Breitenberger Julia

Breitenberger Julia

Dienstag, 26. Juni 2012

Kategorien:

Gemeinschaft Grundlagen
 

Ein Mittel, die Schüler zu einem ehrlichen und guten mitmenschlichen Verhalten zu führen, sieht Freinet in der Wandzeitung oder dem Wandtagebuch. Diese Wandzeitung wird jede Woche neu von einem oder zwei begabten Schülern angefertigt. Sie ist in vier Felder eingeteilt, in die die Schüler im Laufe der Woche ihre kritischen Bemerkungen, ihre Wünsche, ihre Vorschläge und ihre Erfolge eintragen.
(Aus: Praxis der Freinetpädagogik, Hans Jörg)

Bereits seit einigen Jahren führen wir einmal wöchentlich den gemeinsamen Klassenrat durch. Wie wichtig den Kindern dieses gemeinsame Besprechen, Diskutieren und Konflikte lösen ist, merken wir, wenn der Klassenrat einmal ausfällt. Sofort suchen die Kinder nach einer Möglichkeit, um den ausgefallenen Klassenrat nachzuholen.
Abwechselnd moderieren bei uns zwei Kinder den Klassenrat. Dabei orientieren sie sich an der Wandtafel, auf der sich die Kinder und die Lehrerinnen im Verlauf der Woche eintragen können: Ich beglückwünsche, Ich informiere, Ich kritisiere, Ich wünsche.
Die Kinder lernen ihre Anliegen, Anregungen, Kritik und Lob zu äußern, zu argumentieren, Lösungsvorschläge einzubringen, sich zu rechtfertigen, sich zu entschuldigen, Gefühle zu formulieren und den anderen zuhören. Über alle wichtigen Anliegen wird abgestimmt. Die Kinder erfahren im Klassenrat demokratisches Zusammenleben, indem sie mitbestimmen und die Entscheidungen der Mehrheit annehmen.

„Unsere Aufgabe ist es, eine Pädagogik zu finden,
bei der das Kind so viel wie möglich die Richtung,
in die es gehen soll, auswählt.
Darum bemüht sich unsere Pädagogik,
indem sie dem Kind so viel wie möglich das Wort gibt,
… ihm ein Maximum an Initiative überlässt,
und indem sie bestrebt ist,
es mehr aufzumuntern als zu dirigieren.
Die Demokratie von morgen
wird durch die Demokratie in der Schule vorbereitet.
Man kann nur in Würde erziehen.
Respektiert die Kinder so,
wie diese ihre Lehrer respektieren sollen,
das ist eine der ersten Bedingungen zur Erneuerung der Schule.«
(Freinet zitiert nach Hagstedt 2003, S. 271)

 

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