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Planet Mind - Klimawandel

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Foraminiferen

     

Foraminiferen (Kammerlinge) sind einzellige Tiere vom Stamm der Protozoa. Ihr Name leitet sich von ihrer Struktur her. "Foramen" bedeutet schlicht "Loch". Die Tierchen bilden Schalen aus, die in Kammern unterteilt sind.  Kleinforaminiferen erreichen Durchmesser bis maximal einen mm, Großforaminiferen bringen es auf Durchmesser von 15 cm (!) .

Foraminiferen haben für die Geowissenschaft eine große Bedeutung. Seit dem Zeitalter des Kambriums leben sie am Meeresboden, seit dem Jurazeitalter auch im Wasser schwebend als Plankton. Dabei besiedeln sie alle Wassertiefen, vom Flachmeer bis zu den Tiefseegräben, und sie kommen von den Tropen bis zur Arktis in unterschiedlichsten Arten vor. Daher sind Foraminiferen wichtige Klimaindikatoren.

 

Die Foraminiferen (siehe linke Spalte) haben im Laufe der Erdgeschichte eine intensive Evolution durchlaufen. Viele Arten und Gattungen existierten nur relativ kurze Zeit, bevor sie ausstarben. Die Organismen eignen sich deshalb hervorragend als "Index - Fossilien" für die Altersbestimmung.

 

Das Verhältnis zwischen O-16 und O-18 im Meerwasser hängt direkt mit der Temperatur des Meerwassers zusammen. Die Sauerstoffisotopen Zusammensetzung in den Schalen der Kammerlinge ist abhängig von der Meerestemperatur zur Zeit des Sauerstoff-Einbaus. Somit ist es möglich, Rückschlüsse auf früher herrschende Wassertemperaturen zu ziehen.

Zudem ist die Drehrichtung der vielkammerigen Schalengehäuse der Kammerlinge temperaturabhängig, sodass auch daraus Informationen über das Klima früherer Zeiten gewonnen werden können.

 

Du kannst Planktonorganismen an jedem See untersuchen. Es gibt Phytoplankton und Zooplankton. Informiere dich über die Lebensweise der Planktonorganismen.
Mikroskopiere Planktonlebewesen. Fotografiere oder zeichne sie.

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