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Bäuerliche Geräte

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Kraxe, Gruie, Wiedn, Tragl, Gadn, Pferggl, Spool, Ziigl“ – Man möchte kaum glauben, was man alles nicht weiß. Oder weißt du, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt?

Die Lage des historischen Tirol bewirkt auch in den Werkzeugen und Geräten, im Hausbau, in der Tracht, in den Mundarten einige Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen mit den alpinen Ländern nördlich des Alpenhauptkammes.

Als Beispiel kann das Hereinreichen des Einhofes über das Wipptal und obere Pustertal, das Ständerbaugefüge mit dem Bundwerk, die bayrische Form des Dreschflegels und der Blattrechen angesehen werden.

Daneben gibt es aber in den südlichen Teilen Tirols mehrere Eigenheiten, die durch die Oberflächengliederung und das Klima bedingt sind.
Als Beispiel kann der Pflug angeführt werden, der nördlich des Alpenhauptkammes durchwegs als Winkeldrehkehrpflug oder Doppelpflug auftritt, südlich des Alpenhauptkammes gibt es zahlreiche Sonderformen der Arl und des Pfluges.

Wir nennen hier einige Beispiele von Geräten und Tätigkeiten aus dem bäuerlichen Leben, wie das Heuziehen, bei dem das im Sommer auf den Bergwiesen gesammelte und auf der Alm gelagerte Heu im Winter zu Tal gebracht wird oder die zum Weinbau benötigten Behältnisse.

Interessant ist auch das Entstehen der Bezeichnungen für bestimmte Geräte, die auch vieles über die Änderungen im Laufe der Geschichte verraten.

Beim Heuziehen
Beim Heuziehen (Foto H. Haller)




Literatur:
De Rachewiltz, Siegfried (Hrsg.): Volkskundliche Wanderungen durch Südtirol. Brunnenburg 1989
Frei nach Oskar Moser in De Rachewiltz (Hrsg.) 1989

         
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