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Naturwissenschaft - Technik

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Werkstoffe und Werkzeuge

 

 

Geeignete Unterrichtsstruktur

 

 

Bausteine der Umsetzung

Unter der Zielperspektive, dass Kinder selber Dinge aus Holz herstellen sollen, bietet sich z.B. die Durchführung eines Unterrichtsvorhabens an. Ein solches Verfahren ermöglicht es, Grundsätze handlungsorientierten Unterrichts wie z.B. Mitplanung, Mitgestaltung und Eigentätigkeit seitens der Kinder gezielt zu berücksichtigen.

Folgende Verlaufsstruktur bietet sich an:

Phase
Unterrichtliche Konkretisierung

Antriebsphase

Wunsch nach Auseinandersetzung mit dem Thema wecken,
Ziel(e) vermitteln

Vorstellung des Unterrichtsvorhabens, ggf. Verknüpfung mit einem Verwendungszweck:
Wir bauen Spielzeuge aus Holz, z.B. für die (Regen)pause, zum Verschenken, für einen Basar ..

Kommentar:
Es ist motivierend und für weitere Überlegungen hilfreich, den Kindern fertige Modelle und/oder Anleitungen zu zeigen.
Unter Umständen ist es sinnvoll, alle Kinder das gleiche Produkt erstellen zu lassen. Dabei gilt es zu bedenken, dass u.U. eine größere Zahl an Werk-zeugen vorhanden sein muss (weil viele Kinder dann gleichzeitig dieselben Arbeitsschritte ausführen müssen).

Orientierungsphase

 

 

 

Wege und mögliche Probleme der Verwirklichung aufzeigen,

über zweckmäßige Vorgehensweisen nachdenken

Erste gemeinsame Überlegungen z.B. zu folgenden Fragen:

Was brauchen wir?
(Werkzeuge, Werkstoffe, Ideen/Bauanleitungen, Werkbänke bzw. Schutzvorkehrungen für das Mobiliar, Verbandszeug, .. )

Wie können wir die Dinge besorgen?
(Was kann die Lehrerin mitbringen bzw. bereitstellen, was kann von Kindern mitgebracht werden?)

Wie können wir lernen, mit Werkzeugen richtig umzugehen? -

Wesentliche Gründe für diese Überlegung: Verletzungsgefahr, sparsamer Umgang mit Werkstoffen, ...
(Literatur, Unterstützung durch außerschulische Experten, durch die Lehrerin,

Lernen und Üben bevor das Werkstück begonnen wird, ...)

Planungsphase

 

 

Teilziele und Wege festlegen

Erstellen eines Handlungsplanes, der z.B. so aussehen kann:

  1. Wir sammeln und bringen mit: Holzwerkzeuge, Holzreste, Äste, Bauanleitungen, Bücher, Abbildungen u.ä. zum Thema.
  2. Wir lernen und üben den richtigen und sicheren Umgang mit Holzwerkzeugen.
  3. Wir entscheiden uns für ein Spielzeug, das wir bauen möchten.
  4. Wir planen, was wir zu seiner Herstellung brauchen.
  5. Wir bauen das Spielzeug.

Kommentar:

  • Hier muss entschieden werden, inwieweit die Materialbeschaffung durch Kinder sinnvoll und möglich ist. Die Sammlung und Ausstellung weiterführenden Informations-materials kann (individuell) tiefergehende Interessen oder Auseinandersetzungen fördern
  • Hier bietet sich ein Lernen an Stationen an, unterstützt durch Demonstrationen seitens der Lehrerin. Das Führen eines Lerntagebuchs sowie die Ausstellung eines "Holzwerkpasses" (s.u.) unterstützten die Intensität der Auseinandersetzung.
  • Wenn den Kindern von Anfang an Baumöglichkeiten vor Augen sind, können sie ihre Übungstätigkeiten besser einordnen und mit Sinn und Zweck füllen. Nach der Lehr- bzw. Übungsphase können sie sich jetzt interessensorientiert für ein zu erstellendes Produkt entscheiden.
  • Aufgrund des Modells oder der vorhandenen Anleitung muss nun individuell die Umsetzung überlegt und geplant werden: Es beginnt das "Individuelle-Vorhaben" innerhalb des "Klassen-Vorhabens", welches grundsätzlich denselben Überlegungen folgt. Hier bietet es sich an, den Kindern eine Planungshilfe zu geben (vgl. Strukturhilfen zum Lerntagebuch).
  • Die Umsetzung kann in EA oder PA erfolgen. Zu achten ist insbesondere auf die Einhaltung der Sicherheits- und Arbeits-regeln.
    Zwischenreflexionen zu möglichen Schwierigkeiten und Lösungswegen sowie zur Entwicklung und Sicherung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen sollten regelmäßig eingeplant werden.

Ausführungsphase

 

Umsetzung des Handlungsplanes

Die Umsetzung erfolgt grob in zwei wesentlichen Schritten

  1. In Form eines Lehrgangs erwerben die Kinder grundlegende Fähig- und Fertigkeiten sowie Kenntnisse zur Holzbearbeitung (Demonstration durch die Lehrerin / kompetente Kinder, Stationenlernen (s.u.))
  2. Auf dieser Grundlage wählen sie ein Holzspielzeug aus und stellen dieses möglichst selbständig her.

Prüfungsphase

 

Ergebnisse werden überprüft und Verfahrensweisen reflektiert

Reflexionen über Ziele, Verfahrensweisen und Ergebnisse unterstützen maßgeblich die Entwicklung methodischer Kompetenzen sowie den Aufbau von Kenntnissen.
Sie können auf verschiedenen Ebenen und zu unterschiedlichen Zeiten während des Arbeitsprozesses angeregt werden:.

  • Hinsichtlich des "Klassen-Vorhabens":
    (Wie) klappte die Organisation der Arbeit im Raum?
    (Wie) konnten wir Ordnung halten?
    Waren die Sicherheits- und Arbeitsregeln hilfreich?
    Haben wir unser Ziel erreicht?
    Wo gab es Probleme? Wie konnten sie gelöst bzw. wie könnten sie nächstes Mal vermieden werden?
  • Hinsichtlich des "Individual-Vorhabens":

    Ist mein Produkt so gelungen, wie ich es mir vorgestellt habe?
    Gab es Schwierigkeiten bei der Herstellung? Wie habe ich sie gelöst bzw. wie kann ich sie nächstes Mal vermeiden?
    Was habe ich bei seiner Herstellung gelernt?

 

 

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