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Das mathematischen Schuljahr 2018-19

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Ich unterteilte den Fachbereich Mathematik in seine 4 Säulen und gab jedem Bereich eine fixe Erkennungsfarbe:

  • Zahl (orange)
  • Größen (blau)
  • Ebene und Raum (grün)
  • Daten und Vorhersagen (gelb)

Von meiner Hospitation in Stange blieb mir vor allem jene Überlegung der Kolleginnen dort im Kopf, dass man nach jahrelanger Erfahrung und Arbeit in diesem Fach, gewisse Übungen und Einführungen immer wieder verwendet, anderes jedoch jedes Jahr wechselt, bis man die perfekte Übung dazu gefunden hat. So verhält es sich auch bei mir. Ich weiß genau, welche Inhalte ich aus welchem Werk nehme. Das ist natürlich eine sehr subjektive Auswahl meinerseits, doch es hat sich natürlich mit den Jahren gezeigt, was funktioniert und was nicht. Und genau diese Übungen oder auch Einführungen, die sich bewährt haben, werden nun einmal kopiert und auf Karteikarten verewigt. Somit werden Kopien gespart und die Kinder schreiben vieles selbst und lernen dabei auch noch etwas zur sauberen Heftführung und Einteilung dazu. Wieder ein Problem, nämlich jenes der vielen Kopien, die abgearbeitet werden, gelöst.

Somit hatte ich nun meine grobe Mathematikeinteilung und machte mich nun an die Produktion von einfach- verständlichen Karteikarten, mit denen autonom gearbeitet werden konnte. Dies bedurfte einiger Zeit und viel Austausch mit meinen Schülern, denn einiges, was mir logisch vorkam, war für meine Schülerinnen und Schüler unnütz und nur schwer verständlich. In dieser Zusammenarbeit kamen wir für das Schuljahr 2018-2019 auf ein Konzept, mit denen alle gut arbeiten konnten:

Die Schülerinnen und Schüler erhielten am Anfang des Monats ihren Monatsplan, mit den zu bearbeitenden Inhalten, mit farblich gekennzeichneten Lerninhalten. Sie entschieden sich, womit sie beginnen wollten, umrahmten dies auf ihrem Jahresplan, erledigten am Ende des Bereichs einen kleinen Test und malten dann den Bereich auf dem Jahresplan vollständig an.

Die einzelnen Karteikarten befanden sich in farblich passenden Hüllen, auf den jeweils der Lerninhalt vorne notiert war.

Während des Arbeitens gab es natürlich immer wieder Momente, in denen sie die Unterstützung der Lehrperson benötigten. So mussten sie sich vieles eigenständig anhand von einfachen Merksätzen aneignen. Dass das anfangs Schwierigkeiten mit sich bringt, ist klar. Doch durch Nachfragen bei der Lehrperson, die Unterstützung ihrer Mitschüler und gutem Willen, konnten alle die neuen Anforderungen meistern.

Auch meine Kollegin in der 2. Klasse probierte „meine Methode“ bei der Einführung und Vertiefung des 1x1 aus und kam zu dem Ergebnis, dass man so viel mehr Zeit hat, auf Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten einzugehen. Sie arbeitete auch mit Karteikarten und denselben Farben und konnte gute Ergebnisse erzielen.

Witzigerweise fiel mir in diesem Schuljahr auf, dass meine Kinder der 4. Klasse es zwischendrin genossen, sobald ich etwas Neues einführte. Ihre Erklärung dafür war, dass es auch sehr angenehm ist, einmal nur zuhören zu müssen und nicht immer alles selbst tun zu müssen ! GRINS

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