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Gemeinschaft (11-18/18)

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Schulfeier

 

Kuntner Irmtraud

Dienstag, 6. März 2012

 

Monatlich gibt es bei uns die Schulfeier. Diese Idee stammt vom Reformpädagogen Peter Petersen, welcher an seiner Jenaplanschule dieses pädagogische Element zum festen Bestandteil der Lern- und Arbeitsaktivität machte.

Die Kinder planen, üben und gestalten während der Freiarbeitsphasen eigenständig Tänze, Lieder, Überraschungen, Gedichte, Geburtstagswünsche, Vorträge…

Ein monatlich wechselndes Redaktionsteam (jeweils zwei Kinder aus der ersten und dritten Klasse) sammelt und überprüft die Ideen und Beiträge für die Feier und sorgt für die Organisation. Steht das Programm, wird dies mit einer Lehrerin besprochen.

Bei der Feier fungieren die Redakteure dann als Moderatoren, als Publikum anwesend sind alle Kinder und Lehrerinnen der Klassen1Cund3C.

Die bisherigen Feiern waren ein großer Erfolg. Zuschauende und auf der Bühne aktive Kinder sowie die Lehrerinnen waren begeistert.

Wir wollen diese Erlebnisse mit Eltern, Verwandten und Freunden teilen und laden sie deshalb unverbindlich zu diesen Feiern ein.

 
 
 

Regeln wachsen in den Gruppen

 

Kuntner Irmtraud

Dienstag, 14. Februar 2012

Zuletzt geändert:
Mittwoch, 30. Mai 2012

Kategorien:

LernenGemeinschaft
 

Freiarbeit funktioniert nur, wenn klare, für alle verständliche Regeln herrschen, die von der ganzen Gruppe mitgetragen werden. Diese werden nicht zu irgendeinem Zeitpunkt von der Lehrerin vorgegeben, sondern sie wachsen aus realen Bedürfnissen und Situationen heraus.

Mögliche Anhaltspunkte für neue Vereinbarungen werden gesammelt, visualisiert und im Klassenrat diskutiert. Braucht es eine neue Regel, entscheidet immer die Mehrheit. Periodisch werden die bestehenden Regeln überdacht und eventuell angepasst. Die Hüterin der Regeln ist nicht die Lehrerin, sondern die Gruppe. Nur so kann auch dieser Aspekt gänzlich in den Händen der Kinder bleiben.

Die Diskussion und Arbeit zu diesen Vereinbarungen und Regeln ist auch Gegenstand von Inhalten der freien, persönlichen Themen.

 Regeln

 
 
 

Dokumentationszentrum nach Freinet

 

Kuntner Irmtraud

Dienstag, 7. Februar 2012

Zuletzt geändert:
Dienstag, 5. Juni 2012

 

Dokumentation2Dokumentationszentrum3Dokumentationszentrum

Celestin Freinet spricht sich grundsätzlich gegen Schulbücher aus. Er plädiert für Texte und Arbeiten der Kinder, welche dann der Gemeinschaft zum Recherchieren und zur Lektüre zur Verfügung gestellt werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Einsatz der Druckerei von großer Bedeutung.

Vor allem in den Fachbereichen Geschichte, Geografie und Naturwissenschaften erarbeiten sich die Kinder unserer Gruppen die Inhalte selbst. Sie planen ihre Arbeit, recherchieren, schreiben, werken, bauen, malen, … bis hin zum fertigen Endprodukt, welches sie dann der Gruppe präsentieren.


Dokumentation1


Am Anfang dieses Arbeitsprozesses sind es zumeist Plakate, später werden zusehends Büchlein gestaltet. Diese werden im „Dokumentationszentrum“ gesammelt und sind Quelle für Informationen, Lesematerial, Ansporn für weitere Fragestellungen, geben Anlass zu Austausch und Diskussionen, usw.

Häufig werden die Werke der Mitschüler/innen vor den Sachbüchern aus der Bibliothek konsultiert. Der Umfang dieser Sammlung spornt zur Arbeit an und ist ein gemeinsamer Erfolgsmoment der Gruppe.

 
 
 

Demokratische Erziehung

 

Kuntner Irmtraud

Dienstag, 31. Januar 2012

Kategorie:

Gemeinschaft
 

In einer unserer Gruppen sind überdurchschnittlich viele charakterstarke, selbstbewusste und verhaltenskreative Kinder. Seit je her braucht diese Gruppe deshalb zunehmend Zeit und Raum, um Fragen, welche nicht direkt mit Lerninhalten zusammen hängen, zu diskutieren.

Dabei geht es vorrangig um soziale Themen, Mitbestimmung, Anerkennung und Kritik von Arbeitsweisen in der Gruppe. Wir Lehrerinnen halten uns während dieser Diskussionen zurück, die Kinder steuern und moderieren.

Über einige Wochen zu Beginn des heurigen Schuljahres wiederholten sich bei solchen Gesprächen (sie fanden immer spontan, meist nach den Pausen statt und dauerten im Schnitt eine halbe Stunde) folgende Aussagen: „Das ist jetzt nicht wichtig, wir verbrauchen die Zeit für Freiarbeit.“ „Da müssen wir eine neue Regel finden, aber nicht jetzt.“ „Ich habe einen Vorschlag für Kunst, wann kann ich den machen?“ „Wir könnten eine fixe Zeit für diese Besprechungen planen, wie bei der Monatsfeier.“ „Wir schreiben alles auf ein Plakat, worüber wir sprechen wollen.“ „Die Mehrheit entscheidet immer.“

Die von uns Lehrerinnen angedachten, seit geraumer Zeit notwendigen „Klassenräte“ oder „Klassenversammlungen“ waren geplant, die Kinder haben es- ohne unser Zutun- in die Hand genommen.

 
 
 

Stammgruppen

 

Grazio Evelyn

Dienstag, 24. Januar 2012

Kategorien:

GemeinschaftLernen
 

Peter Petersen begründet die Einrichtung von Stammgruppen in seinen Schulen damit, dass die Menschen auch im wirklichen Leben nicht nach ihrem Alter getrennt sind. Die Schule führt hier fort, was im Kindergarten angebahnt wurde.

Unterschiede im Lern- und Arbeitsverhalten sowie in der persönlichen Entwicklung eines jeden Kindes werden als Potential genutzt. Daraus ergibt sich ganz natürlich, dass Kinder von- und miteinander lernen, sich gegenseitig fragen, erklären, helfen, nachahmen, sich gegenseitig zuhören. Darin liegt nicht nur für Kinder mit Lernschwächen, sondern auch für Kinder mit Leistungsstärken die Chance, sich bestmöglich zu entwickeln. Kinder mit Begabungen erklären Sachverhalte, Vorgehensweisen, Arbeitstechniken. Jeder/Jede hat im Laufe der Zeit die Möglichkeit, sich „vom Lehrling bis zum Meister“ in bestimmten Bereichen zu entwickeln.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Kinder erstaunlich schnell voneinander lernen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Fähigkeiten, unabhängig von der Großgruppe und der Lehrerin. Eine auffallende Stärke, die in der Stammgruppe entwickelt wird, ist die Sozialkompetenz.

 
 
 

Gemeinschaft

 

Grazio Evelyn

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Zuletzt geändert:
Montag, 4. Juni 2012

 

IMG_0183CIMG2769Gemeinsame Momente in der Grossgruppe gehoeren zum Tagesablauf

In der Montessori-Pädagogik sind altersheterogene Gruppen ein wichtiger Bestandteil, da sie die natürlichste Form einer menschlichen Gemeinschaft sind.

Die individuelle Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes steht zwar im Mittelpunkt, dennoch erkannte M. Montessori die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit: Sie spricht dabei von Begriffen wie Hilfsbereitschaft und Kooperationsfähigkeit. Im Bereich der „Kosmischen Erziehung“ spricht sie von einer harmonischen Gesellschaft, in der

 „gegenseitige Achtung, Hilfe für den Schwächeren, Dankbarkeit und Liebe vorherrschende Tugenden sind“.

 

Für Peter Petersen haben die Gemeinschaft und das soziale Lernen einen besonders hohen Stellenwert. Er nennt Fähigkeiten wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, mitmenschlich denken und handeln, Toleranz, Konfliktbewältigung, Gesprächsfähigkeit.

Dies alles soll im täglichen Miteinander gelebt und gelernt werden. Durch die Stammgruppen werden gemeinsames Arbeiten und soziales Lernen ermöglicht. Das Leben in der Gemeinschaft trägt besonders viel zur Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen bei, so Petersen.

IMG_0406

Auch für uns hat die Gemeinschaft eine große Bedeutung. In unseren Klasse ist es uns sehr wichtig, dass wir Lehrpersonen und Schüler/innen miteinander leben und arbeiten, uns wohl fühlen, uns Achtung, Respekt, Vertrauen und Toleranz entgegenbringen.

Konflikte sollen gemeinsam besprochen und gelöst werden, Fähigkeiten wie Empathie, Toleranz und Hilfsbereitschaft sollen erlernt werden. Wichtig für die Gemeinschaft sind für uns auch die Einbeziehung der Eltern sowie ein harmonisches LehrerInnenteam.

 
 
 

Klassenrat

 

Grazio Evelyn

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Zuletzt geändert:
Mittwoch, 6. Juni 2012

Kategorie:

Gemeinschaft
 

Regelmäßig bzw. nach Bedarf (meist monatlich) treffen sich Kinder und Lehrerinnen zum Klassenrat. Hierfür werden zuvor aktuelle Gesprächspunkte auf einem Plakat in der Klasse gesammelt, und zwar zu folgenden Bereichen: ich informiere – ich wünsche/frage – ich kritisiere – ich beglückwünsche.

 

Klassenrat2

 

Die Moderation des Klassenrates übernimmt ein Kind. Häufige Themen sind dabei Rückmeldungen zum Sozial- und Arbeitsverhalten der anderen Kinder, Vorschläge und Ideen für die Lernarbeit, gemeinsame Lösungssuche zu Problemen und Konflikten. Ist eine Entscheidung erforderlich, entscheidet im Sinne einer demokratischen Erziehung die Mehrheit.

Es zeigt sich immer wieder, dass sich die Zeit für den Klassenrat bezahlt macht. Probleme und Fragen werden über das Plakat vorerst „bei Seite gelegt“, der Kopf ist frei für die Lernarbeit.

 

Klassenrat
 "Wir halten regelmäßig den Klassenrat ab. In dieser Zeit können wir wichtige Dinge miteinander besprechen. Es gibt vier verschiedene Bereiche: kritisieren, beglückwünschen, informieren und wünschen oder fragen. Wenn jemand im Klassenrat etwas besprechen möchte, trägt er sich im dafür vorgesehenen Plakat ein. Der Moderator leitet das Gespräch und sorgt dafür, dass jeder zu Wort kommt. Wir schaffen es im Klassenrat immer, die Dinge friedlich zu lösen. Dann ist der Klassenrat beendet." - Arianna und Johanna, 5A

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Schulfeier

 

Grazio Evelyn

Dienstag, 20. Dezember 2011

Zuletzt geändert:
Dienstag, 26. Juni 2012

Kategorie:

Gemeinschaft
 

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Aus dem Jenaplan haben wir die Schulfeier für unsere Klassen übernommen. Diese findet einmal monatlich statt. Es werden vier Redakteure bestimmt, die mögliche Beiträge für die Feier sammeln und koordinieren. Die Programmpunkte werden schriftlich festgehalten. Dies dient auch als Leitfaden für die Moderation der Feier. Die Kinder lernen Rollenspiele, Tänze und Musikstücke ein. Außerdem werden bei der Feier beispielsweise auch die beste Geschichte und das beste freie Thema des Monats vorgetragen.

Am Programm arbeiten die Redakteure während der Freiarbeit. In den Morgen- und Abschlusskreisen geben sie Rückmeldung, ob noch Beiträge gesucht werden, etwas verschoben, geändert oder gestrichen werden muss. Die Schulfeier dauert circa eine Stunde. Die gesamte Planung und Durchführung der Feier liegt in den Händen der Kinder.

Die Schulfeier hat einen großen sozialen Stellenwert: Die Kinder freuen sich darauf, bereiten sie mit großer Motivation vor und nehmen mit Neugier und Interesse füreinander daran teil.

 
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