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Glaziologie-Camp vom 17. bis 21. September 2019 im Nationalpark Stilfser Joch - 9. Auflage


Das Glaziologiecamp ist ein gemeinsames Projekt der Pädagogischen Abteilung
und der Area pedagogica (Italienisches Bildungsressort)

Auf Grund der Einschränkungen wegen der Covid-19 Pandemie konnte im September 2020 leider kein Glaziologie-Camp stattfinden.

Ausschreibung 2019


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Gletschercamp – auf den Spuren des Klimawandels

„Wir leben mitten in den Bergen und wissen doch so wenig davon“, bemerkte ein Schüler, der am Glaziologiecamp teilgenommen hat. 22 Schüler und Schülerinnen aus Abschlussklassen deutsch- und italienischsprachiger Schulen nutzten daher die Gelegenheit, um bei Exkursionen, Workshops, Vorträgen und einer Gletscherwanderung auf die Suldenspitze mehr über die Berge und Gletscher zu erfahren.

Die Schülergruppe wurde von Referenten und Lehrpersonen fachlich begleitet. Christian Aspmair, Lehrperson am Realgymnasium Meran, gab Einblicke in die reichhaltige Geologie des Gebietes und erklärte die großen Zusammenhänge der Gesteins- und Gebirgsbildung. Der Meteorologe Günther Geier vom Hydrografischen Amt sprach über die Entstehung von Gewittern, extreme Wetterereignisse und zeigte auf, wie eine Wetterprognose erstellt wird. Dass das Leben als Gletscherforscher durchaus eine extreme Erfahrung sein kann, davon erzählte Giuliano Bertagna. Er war Mitglied eines Wissenschaftsteams, das Gletscherbohrkerne auf einem Gletscher im Tibet gewann. Das Gletschereis ist als Klimaarchiv der vergangenen Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende zu sehen. Durch die Entnahme der Gletscherbohrkerne werden die im Eis gespeicherten Informationen der Wissenschaft zugänglich gemacht, bevor sie durch Abschmelzen verlorengehen.

Das Schülercamp nahm seinen Anfang anlässlich der Gletscherbohrung am Ortler im Jahre 2011. Der Leiter dieses wissenschaftlichen Projektes, Paolo Gabrielli der Ohio State University, steht immer noch in Kontakt mit den Organisatoren. Er ist auch jetzt immer noch gern bereit, über neue Forschungsergebnisse zu berichten und Fragen der Jugendlichen zu beantworten – eine Videokonferenz nach Columbus in den USA machte dies möglich.

Um Vorgänge in der Atmosphäre wie Wetter oder Klima und deren Auswirkungen auf die Gletscher verstehen, erklären oder vorhersagen zu können, braucht es das Zusammenspiel von Physik, Chemie, Mathematik, Meteorologie und Informatik. Für die Jugendlichen, die vor ihrer Berufs- oder Studienwahl stehen, ist diese Initiative daher ein geeignetes Feld, um Einblicke in diese verschiedenen Disziplinen zu erhalten – und die vor dem Hintergrund des Klimawandels nochmals eine ganz neue Bedeutung erlangt haben. Nach diesen intensiven Tagen kehrten die Jugendlichen mit vielen Eindrücken, Erlebnissen und neuem Wissen aus der Bergwelt zurück, sicher aber auch mit vielen neuen Fragen.

Das Glaziologiecamp ist ein gemeinsames Projekt der Pädagogischen Abteilung (Deutsche Bildungsdirektion) und der Area pedagogica (Italienisches Bildungsressort).

Am 17. Oktober haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den "Giornate delle scienze" an der Eurac in Bozen Präsentationen zu den Themen des Camps vorgestellt.

Glaziologie-Camp 2019: Ein Erlebnisbericht eines Schülers

Kontaktperson: Susanne Hellrigl   susanne.hellrigl@schule.suedtirol.it

Glaziologiecamps der vergangenen Jahre

Der Anlass zum Camp: Forschungsprojekt am Ortler