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Die Talentshow (1/4)

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De Dorigo Isabel

Mittwoch, 28. August 2019

Kategorie:

Interessenskomplexe
 

Seit dem Schuljahr 2014/15 wird in den letzten Schulwochen die Talentshow organisiert. Dabei haben die Kinder die Möglichkeit ihre Talente und Begabungen in den Mittelpunkt zu stellen. Laut Freinet soll in der Schule genügend Platz für besondere Formen des freien Ausdrucks geboten werden. Dabei soll die freie produktive Tätigkeit der Schüler/innen im Vordergrund stehen. Freinet versteht unter dem Begriff „freier Ausdruck“ das Komponieren eines Liedes, ein selbst kreierten Tanz, einer Pantomime, einen Theaterstück, ein Vortrag usw. (Kock, 2006).

Bereits im Februar wird im Flur der Grundschule ein Plakat aufgehängt, wo sich die Kinder eintragen, um sich zur Talentshow anzumelden. Fleißig wird in den letzten Maiwochen geübt, gesungen und getanzt. Die Aufregung der Kinder ist groß und die Vorfreude auf das Fest ist im ganzen Schulgebäude zu spüren.

In diesem Schuljahr gab es zum ersten Mal einige Änderungen in Bezug auf die Organisation der Show. Diesmal wurde ein Organisationskomitee mit Kindern der fünften Klasse ernannt, das sich um alle Einzelheiten des Ablaufes kümmern sollte. Bisher mussten sich die Teilnehmer/innen eine Bezugslehrperson suchen, die sie bei den Proben unterstützte und Ratschläge gab.

In diesem Schuljahr übernahmen vier Kinder diese Aufgabe. Zudem organisierten sie den zeitlichen Ablauf und teilten die Vorstellungen ein.

Außerdem moderierten sie die Talentshow und begleiteten die Zuschauer durch die Vorstellung. Es wurde wie jedes Jahr getanzt, gezaubert, gesungen, auf Instrumenten gespielt und viel gelacht.

Am Ende verkündigte das Bewertungskomitee die Namen der Siegergruppen und belohnte sie mit kleinen Preisen.

Die Talentshow ist mittlerweile zu einem wichtigen Bestandteil im schulischen Jahreslauf geworden und nicht mehr wegzudenken.

Auch hier besteht das große pädagogische Ziel darin, den Interessen und Talenten der Kinder Raum zu geben. Bestimmten Fähigkeiten werden im schulischen Alltag selten Zeit eingeräumt. Kinder, die besonderen Leidenschaften nachgehen, sollen auch die Möglichkeit haben, diese einmal im Jahr in den Mittelpunkt zu stellen.

Das selbstständige Organisieren, von der Planung bis zur Vorstellung, stellt zudem einen weiteren, wertvollen Lernprozess für die Schülerinnen und Schüler dar.

Wie schon oft, haben die Kinder bewiesen, wie viele Fähigkeiten in ihnen stecken. Das Organisationskomitee hat sehr selbstständig, ohne jegliche Hilfe einer Lehrperson zwei Stunden lang, Kinder und Lehrpersonen unterhalten, wobei der Ablauf reibungslos gelungen ist.

Vertrauen und Zuversicht sind die Eckpfeiler einer Pädagogik mit reformpädagogischem Ansatz.

 

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