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Die Monster sind los – Umgang mit Angst (10/200)

 

Kindergarten

Kindergarten

Montag, 19. April 2021

Zuletzt geändert:
Mittwoch, 21. April 2021

 

20210119_Papperlapapp_Heft3_Ed2-ST-Social-Media Cover.pdf

Vor kurzem haben an den deutschsprachigen Kindergärten in Südtirol erstmals alle einzuschulenden Kinder die zweisprachige Bilderbuchzeitschrift Papperlapapp erhalten. Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe lautet „Mut“. Sie bietet vielfache Anlässe, mit Kindern darüber ins Gespräch zu kommen, wovor sie sich fürchten und was es bedeutet mutig zu sein.

Wimmelbild

Angst ist ein Begleiter kindlicher Entwicklung. Wenn wir mit Kindern über ihre Gefühle sprechen, wird ihnen bewusst, dass sie mit diesen Emotionen nicht allein gelassen werden. Sie erlangen durch unsere offene Haltung die Erkenntnis, dass „Angst haben“ etwas völlig Normales ist und auch Platz haben darf. Angst spüren, Angst aushalten, Angst benennen und Angst bewältigen ist ein spannender Lernprozess für Kinder und Erwachsene.

Als Einstieg in das Thema Angst kann die Geschichte „Stiller Ort in der Nacht“ aus der zweisprachigen Bilderbuchzeitschrift Papperlapapp angehört und auf die Darstellungen eingegangen werden. Gemeinsam gehen wir auf Entdeckungsreise und tauchen in die Welt der Monster ein.

Papperlapapp

Die Geschichte findet sich unter dem Link https://www.papperlapapp.co.at/hefte/heft-03/ (Heft Nummer 3 „Mut“) zum Anhören.

Im Gespräch kann das eigene Angstmonster beschrieben werden: Wie sieht es aus? Wo wohnt es? Was macht es? Wann kannst du es sehen? Was kann helfen, damit das Angstmonster verschwindet?

Kreative Tätigkeiten zur Vertiefung und Aufarbeitung:

Monsterzeichnung:

Das Kind gestaltet eine Zeichnung zum Thema „Mein Angstmonster“. Beschreibungen und Erzählungen des Kindes können dazu aufgeschrieben werden.

Monsterzeichnung 1

Arbeiten mit Monsterschaum:

Für den Monsterschaum eignet sich handelsüblicher Rasierschaum.

Dieser wird auf einen großen Spiegel oder auf eine Tischplatte aufspritzen. Der Schaum lässt sich zu Monstern formen, darin können Monster gezeichnet werden. Die Monster verschwinden mit der Zeit dann einfach, wenn der Rasierschaum trocknet.

zeichnen im Schaum

Monsterrap (Dichter: Kindergarten Vals)

Viele kleine Monster

huschen in der Nacht

werden manchmal leise

werden manchmal laut;

 

wollen manchmal schlafen

sehen komisch aus

spucken manchmal Schaum

und begegnen mir im Traum.

 

Dann bin ich ganz mutig

dann bin ich ganz schlau

dann klatsch ich in die Hände

und Schluss ist mit dem Monsterwauwau.

 

Bildungsziele aus den Rahmenrichtlinien:

Emotionalität und soziale Beziehungen

  • Die Kinder werden in der Entwicklung des emotionalen Verständnisses von sich selbst gestärkt. Durch die Bildungsaktivitäten zum Thema Gefühle, entwickeln die Kinder die Fähigkeit, sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden und sie auszudrücken.
  • Erkennen und Äußern eigener Wünsche und Bedürfnisse und Meinungen. Das Kind lernt, eine eigene Position zu beziehen und diese zu vertreten. Es lernt durch die Inhalte der Geschichte und im Dialog mit Erwachsenen, andere Blickpunkte und Sichtweisen kennen. Es entwickelt Strategien zur Angstbewältigung.

Gesundheit

  • Das Kind erwirbtdie Fähigkeit, angenehme und unangenehme Gefühle zu unterscheiden. Das Kind entwickelt einen bewussten Zugang zu den eigenen Gefühlen und die Fähigkeit, entsprechend zu reagieren.

Sprache, Zwei- und Mehrsprachigkeit

  • Die Erweiterung der Ausdrucksweisen durch künstlerisches Schaffen. Das Kind kennt und findet individuelle Ausdrucksweisen seiner Gedanken und Gefühle.
  • Das Kind wird in seiner Ausdrucksfähigkeit gestärkt, lernt aktiv zuzuhören und teilt seine Gedanken und Gefühle mit. Das Kind erlebt sich in einem Ambiente, das vielfältige Sprachanlässe schafft, als aktiven und kompetenten Sprecher und findet Selbstsicherheit.

Naturwissenschaften

  • Das Kind erlangt naturwissenschaftliche Grundkenntnisse. Durch ein Experiment lernen Kinder, wie Pflanzen wachsen. Im Sinne der Co-Konstruktion, finden die Kinder eigene Erklärungen. Durch das Arbeiten mit Rasierschaum, beobachtet das Kind Wirkungszusammenhänge, stellt Fragen, bildet Hypothesen überprüft diese und findet Antworten.
 

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